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St. Martinus, Kirchbierlingen

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St. Martinus, Kirchbierlingen


Pfarrkirche St. Martinus

Die Martinskirche in Kirchbierlingen gehört nachweislich zu den ältesten Gotteshäusern im süddeutschen Raum.

 

Als hier die Christianisierung noch am Anfang war, wird für diesen Ort in einer St. Galler Urkunde von 776 eine Kirche erwähnt. Damals schenkte Graf Agilolf dem Kloster St. Gallen zwei Höfe bei St. Martin („...item Pilaringas sancti Martinii colonigas II ..."). Als die Franken im siebten und 8. Jahrhundert den Glauben verbreiteten, wurde häufig der Hl. Martin als Kirchenpatron gewählt: Martinus-Kirchen weisen daher in der Regel auf ein hohes Alter hin. Allerdings war diese erste Kirche wohl eine hölzerne Kapelle, vielleicht mit Steinsockel und gemauerter Apsis, wovon aber nichts mehr vorhanden ist.

 

Bei Grabungen im Renovierungsjahr 1983 stieß man auf Fundamente von Bauten aus drei Epochen. Der Kernsubstanz des heutigen Gotteshauses stammt aus den Jahren 1512 und 1600.

 

Der helle und farbenfrohe Innenraum ist reich erfüllt von und vielfältigem barocken Stuck. Dieser stammt aus unterschiedlichen Epochen, wurde immer wieder ergänzt und bereichert, erfreulicherweise aber jedesmal den orginalen Motiven aus der Mitte des 18. Jahrh. angepaßt. So konnte über alle Stilepochen hinweg der ursprüngliche barocke Charakter der Kirche erhalten werden.

 

Im Chorraum befindet sich ein Fresko mit der Abendmahlsdarstellung, gemalt 1812 von Konrad Huber. Von ihm stammen auch die drei Altarblätter. Die übrige Ausstattung geht zumeist auf die Erneuerung 1874/75 zurück, wie die barocken Martinsgruppen, die Kreuzigung in der Südvorhalle sowie die Skulptur des Hl. Sebastian.

St. Martinus, Kirchbierlingen